Presse
Logos, Pressefotos in Druckauflösung und der Pressekontakt.
Gestaltung
Das Design dieser Seiten und unser moSushi-CI folgt einem klaren und über viele Jahre verfeinerten Plan.
Die Essenz der japanischen Küche, und die von Sushi im Besonderen, sind Kontraste und Klarheit. Warmer, schmelzender Reis an kühlem, in der Textur vielfältigem Neta, dazu knuspriges Nori. Scharfe Farbtrennungen und klare, identifizierbare Eigenaromen.
Als Design-Nerd hat es mich seit Jahren fasziniert, diese Parallelen in Design und Layout umzusetzen, in Benutzerführung und Benutzererfahrung, und sie in unserem Kontext auf den Punkt zu bringen.
Unser Logo ist seit 2006 unverändert. Es ist kein Schriftzug, der in einen Rahmen gesetzt wurde, sondern ein Stapel aus Ebenen, der auf einer Kante liegt. Beides ist Absicht. Beides zieht sich durch die ganze Seite.
Vier Ebenen, von unten nach oben
Ein Nigiri ist gebaut, nicht gemischt: der Reis, darauf der Fisch, darüber der Glanz, und darunter der Schatten, den das Stück auf den Teller wirft. Genau so ist das Logo aufgebaut.
Wer die Datei öffnet, findet sechs Pfade in dieser Reihenfolge:
Der Schlagschatten ist deshalb keine Dekoration. Er sagt: dieses Element liegt auf etwas, es ist nicht hineingemischt. Nigiri ist Fisch, der auf Reis ruht.
Warum nichts zentriert wird
Das Logo sitzt nicht in dem türkisen Band, es sitzt auf dessen Unterkante und hängt zu 40 Prozent seiner eigenen Höhe darunter hinaus. Die Kante läuft genau an der Unterkante der Buchstabenkörper von „mo“ entlang.
Diese 40 Prozent sind gemessen, nicht geschätzt. Dadurch sitzt unser Logo stets visuell zentriert auf der Schnittlinie der beiden Farben.
Unser Logo, und damit wir, platzieren uns auf der Kante des Kontrastes.
Daraus folgt die Regel, nach der diese Seite gebaut ist: erst entscheiden, wo die Kante liegt, dann das visuelle Element daran hängen. Niemals in einer langweiligen Fläche zentrieren.
Der Nebeneffekt ist der eigentliche Gewinn. Weil sich das Zeichen an einer Grenze ausrichtet und nicht an einem Rahmen, ist ihm das Seitenverhältnis des Rahmens gleichgültig, und moderne responsive Nutzung ist damit vorgeplant. Die meisten Marken zerfallen, wenn der Container die Form wechselt. Diese kann es baubedingt nicht.
Dieselbe Regel, überall
Warum überhaupt Polaroids. Unsere Bilder sind Schnappschüsse. Ein Einsatz ist eng getaktet: anliefern, aufbauen, kochen, servieren, abbauen. Für ein Shooting war noch nie Zeit, und einen Fotografen mitzubringen hieße, den Abend des Gastgebers zu stören. Was wir haben, sind Aufnahmen aus dem laufenden Betrieb, mit dem Telefon gemacht, zwischen zwei Portionen, und nur dort, wo fotografieren erlaubt war.
Der Rahmen sagt das offen. Er erklärt das Bild zum Schnappschuss, statt es als Produktfoto auszugeben. Ein glattes Studiofoto wäre hübscher, es würde aber eine Inszenierung zeigen, die es bei uns nicht gibt. Jedes Bild auf dieser Seite stammt aus einem echten Einsatz.
Die türkisen Bänder zwischen den Abschnitten sind genau halb so hoch wie die Polaroids, die darauf surfen. Jedes Bild sitzt mit seiner Mitte auf der unteren Kante des Bandes: halb im Türkis, halb im Weiß.
Und doch kontinuierlich verfeinert
Der Schriftzug ist keine gesetzte Zeile. Er beruht auf einer Schreibschrift, deren Abstände von Hand überarbeitet sind. Buchstabe für Buchstabe in Position gerückt. Deshalb lässt er sich auch nicht durch eine gesetzte Zeile ersetzen. Was das Logo ausmacht, sind seine Konturen und seine Schatten, nicht die Buchstabenformen allein.
Er steht seit 2006 unverändert. Gäste sagen uns bis heute, es wirke frisch. Das ist der beste Grund, das Grunddesign in Ruhe zu lassen, statt jedem Design-Hype zu folgen.
Meer, Land, und ein nachgemessener Grünton
Zwei Farben tragen die Marke. Türkis ist das Meer, Grün ist das Land. Ein Korallrot kommt dazu, sparsam.
Das Grün ist nicht irgendeines. Es ist frisch geriebener Wasabi. Und das ist nachgemessen: unser Ton liegt bei 88 Grad Farbwinkel, die echte Wurzel bei 84 bis 85. Drei Grad Unterschied.
Gesättigter ist er trotzdem. Ein wörtlich getroffener Wasabi wäre stumpf, und stumpfe Farben sind hier ausgeschlossen. Also Wasabi, wie man ihn erinnert. Nicht, wie ihn die Kamera sieht.
Der gefärbte Meerrettich, den die meisten für Wasabi halten, liegt bei 79 Grad. Dreimal weiter weg von unserem Grün als die echte Wurzel.
Warum nicht alles in einer gesetzt ist
Auf dieser Seite arbeiten drei Schriften, und jede hat genau eine Aufgabe.
Die Schreibschrift des Logos bleibt dem Logo vorbehalten. Sie taucht in keiner Überschrift und in keinem Fließtext auf. Einfach gesetzt ist sie flach; was das Zeichen trägt, ist die Handarbeit an den Abständen.
Jost trägt alles Große: die Abschnittstitel, die Reiter oben, die Zahlen in den türkisen Bändern. Eine geometrische Schrift, aus Kreisen konstruiert, und damit der zeitgenössische Gegenpart zum Schwung des Logos.
Source Sans trägt die zweite Ebene: den Fließtext, die kleinen gesperrten Zeilen unter jedem Titel, die Schaltflächen, den Seitenfuß.
Der Grund für die Teilung steckt in den kleinen Zeilen. Eine geometrische Schrift hat kaum Rhythmus in den Kleinbuchstaben, sie hält sich über die Breite ihrer Kreise. Bei zehn oder elf Pixel, gesperrt und in Großbuchstaben, hört sie auf, Text zu sein, und wird Dekoration. Genau dort steht auf dieser Seite die meiste Kleinschrift.
Source Sans ist eine humanistische Schrift: schräge Ansätze, offene Punzen. Der Unterschied zu Jost ist damit ein baulicher und kein modischer. Zwei verschiedene Dinge an einer Grenze, nicht ineinander gemischt. Dieselbe Regel wie bei der Kante.
Eine vierte Schrift kommt nur auf den Polaroids vor, eine Handschrift für unsere eigenen Bildunterschriften. Unter Gästezitaten steht sie bewusst nicht. Handschrift unter fremden Worten würde so aussehen, als hätte der Gast sie selbst notiert.
Beide Textschriften liegen auf unserem eigenen Server. Kein Schrift-Netzwerk von Dritten, keine Verbindung nach außen, wenn Sie diese Seite öffnen.
Mit Dank an die Urheber der drei freien Schriften, die diese Seite benutzt: Jost* von indestructible type*, Source Sans von Paul D. Hunt für Adobe, Caveat von Pablo Impallari. Alle drei stehen unter der SIL Open Font License 1.1; der Lizenztext liegt hier.
Seiten, die nicht im Menü stehen
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Was 望鮨 bedeutet und wer es 2006 gepinselt hat.