Mobile Sushibar

Unser Qualitätssiegel auf der Shikishi-Plakette in der Fußzeile

望鮨

Zwei Zeichen, gemalt in wenigen Sekunden auf dem Düsseldorfer Hafenfest 2006. Sie stehen seitdem für unseren Namen und unsere Geschichte. Und sie sagen weit mehr, als wir damals bestellt hatten.

Die Kalligrafie

Ein Auftrag von 2006

Die Kalligrafie: 望鮨
Tusche auf Papier, Düsseldorfer Hafenfest 2006, mit dem Siegel der Künstlerin

Micha und Timo arbeiteten 2006 am Promotion-Stand der frisch eröffneten Düsseldorfer sushi+soul-Filiale auf dem Hafenfest. Chris Herbst, der Inhaber, stellte uns der Kalligrafin vor und bezahlte sie: gedacht als kleine Aufmerksamkeit dafür, dass wir an seinem Stand mitgearbeitet hatten.

Der Auftrag war schlicht: Schreiben Sie uns bitte „moSushi“, den Namen unserer kurz vorher gegründeten Unternehmung, auf Japanisch. Die Künstlerin hätte den Namen in Katakana setzen können, der Silbenschrift für fremde Wörter. Das wäre korrekt gewesen. Hätte aber nichts bedeutet.

Nach einem kurzen Gespräch hat sie zwei Kanji gewählt, die zusammen wie der Name klingen, dabei aber einen tieferen Sinn ergeben: 望鮨, gelesen mō-sushi.

Wörtlich: das Sushi, auf das man sich freut.

Das erste Zeichen, mō

ボウ (bō), モウ (mō)
のぞ.む (nozomu): ersehnen, erhoffen, in die Ferne blicken

Die Lesung モウ liefert das „mo“. Sie klingt genau wie das Alltagswort もう, „schon“ oder „jetzt“ – deshalb bekommt man auf Nachfrage manchmal zu hören, das Zeichen bedeute „jetzt“. Das ist ein anderes Wort mit demselben Klang.

Das Zeichen selbst ist aus drei Teilen gebaut: 亡 für den Klang, 月 für den Mond, und 壬, eine Figur, die auf einer Erhebung steht. In der älteren Form 朢 steht dort ein Auge.

Das Zeichen zeigt jemanden, der sich auf die Zehenspitzen stellt und zum Vollmond hinaufsieht. Einen Menschen, der sich nach etwas streckt, das noch außer Reichweite ist.

Das zweite Zeichen, sushi

すし (sushi)
魚 Fisch, daneben 旨 köstlich

Für „Sushi“ gibt es im Japanischen mehrere Schreibweisen. Die geläufige ist 寿司: zwei Zeichen, die nur wegen ihres Klangs und ihrer guten Bedeutung ausgeliehen wurden, „langes Leben“ und „verwalten“. Mit Fisch und Qualität hat das nicht direkt etwas zu tun.

Sie hat für uns 鮨 geschrieben. Das ältere Zeichen, wörtlich „köstlicher Fisch“. Denn das ist es, was ernsthafte Sushi-Bars auf den Vorhang über ihrem Eingang sticken, den Noren.

Sie hat also nicht die bequeme Schreibweise genommen, sondern uns mit besonderer Aufmerksamkeit bedacht. An einem Festivalstand, in unter einer Minute, für ein Trinkgeld. Dafür sind wir ihr in verspäteter Anerkennung sehr dankbar.

Die Künstlerin

Wir kennen sie leider nicht persönlich

Unten links in der Kalligrafie steht ihr Siegel, in Siegelschrift. Ihren Namen haben wir damals nicht notiert, und die Siegelschrift ist authentisch und altertümlich; sie lässt sich von einem Foto und ohne Fachwissen nicht zuverlässig lesen.

Wir würden die Urheberin gern nennen. Wenn Sie das Siegel lesen können, schreiben Sie uns bitte an info@mosushi.de. Dann können wir ihr auch namentlich danken.

Das Siegel der Künstlerin, in Siegelschrift

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